„A FLOATING AIR MARKET (one Euro)”

[15.05.- 13.06.2002]

Ein Installationsprojekt des Museum Folkwang für den RWE-Turm, Essen

Die traditionellen asiatischen „Floating Markets” dienen als Vorbild für Surasi Kusolwongs aktuelles Installationsprojekt „A FLOATING AIR MARKET (one Euro)” im RWE-Turm. Atmosphäre und Anmutung dieser schwimmenden Marktplätze, die zum Großteil aus eng vertäuten Holzbooten bestehen, wurden vom Künstler in das Turmfoyer projiziert und bilden die Grundlage der Arbeit.

Die Installationen des 1965 in Thailand geborenen Künstlers Surasi Kusolwong bieten ein fast enzyklopädisches Inventar der Werkstrategien der jungen Künstlergeneration. Kusolwong erweitert den althergebrachten Werkbegriff, indem er die farbenfrohe Schönheit der Industrieprodukte (vor allem fernöstlicher Gebrauchsgegenstände aus Plastik) mit der Ästhetik der fernöstlichen Kunst in Anlehnung an die westliche und zeitgenössische Moderne zu verbinden sucht.

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Surasi Kusolwong


„Private Öffentlichkeit”

[17.06.- 06.07.2002]

Ein Projekt der Mobilen Städtischen Galerie im Museum Folkwang
In den Bussen, Bahnen, Haltestellenbereichen sowie im Hauptbahnhof Essen

Das Ausstellungsprojekt „Private Öffentlichkeit” der Städtischen Galerie im Museum Folkwang wurde in enger Zusammenarbeit mit der EVAG und den unten genannten Gesamtschulen in Essen konzipiert und untersucht eine neue Definition zwischen den beiden Begriffen „Privat” und „Öffentlichkeit”. Die neuen Entwicklungen in der Kommunikationstechnologie haben nicht nur schnelleren Informationsaustausch ermöglicht, sondern auch neue Lebenserfahrungen durch Mobiltelefone und Internet. Diese neuen Kommunikationsmöglichkeiten bringen auch neue Gewohnheiten mit sich und lassen die Abgrenzung zwischen „privat” und „öffentlich” fließender werden. Die für das Projekt entstandenen Kunstwerke betrachten intensiv diesen Wandel.

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Thomas Bayrle, Guillaume Bijl, Reza Khaeef,
Kirstin Krüger, Christiane Möbus, Michael Reiter,
Anja Schrey, Kiki Smith, Julia Wirxel,
Iskender Yediler und Schüler der Gesamtschule Süd und der Frida-Levy-Gesamtschule, Essen


„Einwurf”

[31.01.- 19.03.2002]

Ein Installationsprojekt des Museum Folkwang für den RWE-Turm, Essen

Trotz der augenscheinlich sportlichen Eleganz geht es bei Mira Schumanns Installationsprojekt „Einwurf” für den RWE Turm darum, Wertsysteme, gesellschaftliche Strukturen und unternehmerische Profile zu untersuchen.

Auf den ersten Blick erscheint die Arbeit irritierend. Sie ist konkreter Gegenstand, der Besucher zum Spielen einlädt und gleichzeitig wirkt sie geheimnisvoll und nicht leicht identifizierbar. Jeder Besucher würde sich fragen, was hat ein Basketballspielplatz im Konzernzentrum der RWE AG zu suchen? Durch diese oder ähnliche Fragen gewinnt die Arbeit Konturen und so versinnbildlicht sie Zielstrebigkeit und Spiellust in einem.

Zielstrebigkeit und Spiellust? Tatsächlich: Die in unterschiedlicher Höhe angebrachten Basketballkörbe verdeutlichen ganz offen, dass große Ziele nur durch intensive, strategische Bemühungen zu erreichen sind.

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Mira Schumann


„NEUE WERKSTRATEGIEN #1”

[05.12.- 06.12.2001]

Museum Folkwang, Essen

Seit Anfang der 90er Jahre sind Ansätze in der Kunstszene zu beobachten, die auf eine spezifische Vermittlung von Kunst und Alltagswelt zielen. Diesen künstlerischen Verfahrensweisen vor Ort nachzuspüren, sie offenzulegen und abseits seminaristischer Prozeduren oder diskurslastiger Ausstellungskonzepte in einem konzentrierten Gesprächsforum aus Künstlern und Kunstvermittlern zur Diskussion zu stellen, ist Anliegen der Neuen Werkstrategien #1 und #2, die von Necmi Sönmez; Gudrun Bott (TRANSISTOR, Schloss Ringenberg) und Marcus Lütkemeyer (Förderverein Aktuelle Kunst Münster) im Museum Folkwang und The Arnhem Academy of Art and Design initiiert wurden.

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Gudrun Bott,
Marcus Lütkemeyer
Necmi Sönmez


„TISCHE DER KOMMUNIKATION”

[12.08.- 14.10.2001]

Ein Projekt der Mobilen Städtischen Galerie im Museum Folkwang in Zusammenarbeit mit der Galerie im Schloß Borbeck, Essen

Der Tisch ist ein Ort der Kommunikation, und Kommunikation ist der wichtigste Sozialisationvorgang. Das Projekt „TISCHE DER KOMMUNIKATION” fokussiert nicht eine räumliche Vorstellung; durch die Tische soll angedeutet werden, dass Kommunikation gleichzeitig Sozialisierung und Dialog sein kann. Das Vorhaben behandelt den Tisch unter diesem Aspekt. Eine Ausstellung im traditionellen Sinne gibt es nicht. Das unter dem Motto „Mobile Städtische Galerie” präsentierte Projekt beinhaltet zehn Tischkonstruktionen internationaler und ortsansässiger KünstlerInnen, die durch ihre individuelle Aussage ungewöhnliche Wege des Dialogs mit der Öffentlichkeit beschreiten.

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Ayşe Erkmen, Joachim Knobloch, Karl-Heinz Mauermann, Gerhard Merz, Neringa Naujokaite, Renate Neuser, Christiana Protto, Christoph Rodde, Claudia Sacher, Johannes Sandberger, Joerg Zboralski


„Arbeiten für ein verstecktes Kind”

[21.06.- 07.09.2001]

Ein Installationsprojekt des Museum Folkwang für den RWE-Turm, Essen

Die Architektur des RWE-Turms in Essen und dessen Eingangshalle, die Ideen und Funktion der bestehenden architektonischen Strukturen bilden die Grundlage des Installationsprojektes von Ulrike Kessl, das sich aus fünf miteinander verbundenen, raumbezogenen Arbeiten zusammensetzt. Der tektonische Sinn der Architektur scheint transformiert zu sein. Kessl nimmt den Raum, wie sie selbst schreibt, „wie einen menschlichen Körper, ein in sich geschlossenes, funktionierendes System” wahr. Diese abstrakte Auffassung ermöglicht es Kessl, ein Hintergrundelement - das Denken - in den Vordergrund zu transformieren.

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Ulrike Kessl


„EINSIEDLER - VORÜBERGEHEND”

[11.03.- 22.04.2001]

Museum Folkwang, Essen

Unter dem Titel „EINSIEDLER - VORÜBERGEHEND” sollen in den nächsten drei Jahren in einer Reihe von Ausstellungen junge Künstlerinnen und Künstler aus verschiedenen Nationen vorgestellt werden, die in ihren Arbeiten neue ästhetische Ansätze in der Kunst verfolgen. Ein Schwerpunkt der Betrachtung liegt dabei auf der Erkundung künstlerischer Strategien, die in einer mindestens vorübergehenden einsiedlerischen Zurückgezogenheit entstanden sind.

Der Titel „EINSIEDLER - VORÜBERGEHEND” bezieht sich auf einen Brief von August Strindberg. Der Satz „Einsiedler Existenz ist nur vorübergehend gesund” berührt die Frage, wie in einsamen, einsiedlerhaften Situationen mit der Realität genauer und intimer umgegangen werden kann und inwieweit durch eine freiwillige Einsamkeit eine Befreiung von engen Lebensverhältnissen möglich ist.

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Martin Dammann, Heribert Friedl,
Daniel Knorr, Annakathrin Schreiber
Susa Templin, Didier Trenet


„Strukturveränderungen”

[02.10.- 31.10.1999]

Forum d'Art Franco-Allemand, Château de Vaudrémont

Seit Beginn der 90er Jahre gibt es in der Kunstszene, analog zu den Simulationstendenzen, eine Vermittlung von Kunst und Alltagswelt unter spezifisch spielerischen Gesichtspunkten. Dies sollte nicht nur als unverbindlicher Spaß und Satire aufgefasst werden, sondern als die Bemühung jünger Künstler um Katalysatoren der Kommunikation. In ihrem Umgang mit Materialien, Inhalten und Raum, insbesondere mit dem sozialen Resonanzraum, den das Publikum durch seine unterschiedlichen Erwartungshaltungen und Reaktionen bildet, sind diese KünstlerInnen von einer neuen Freiheit erfüllt. Stets ist das Publikum aufgefordert, einen individuellen Standpunkt zum reichen multimedialen Angebot aktueller Kunst einzunehmen und so am Weiterwirken ihrer Strategien mitzuarbeiten.

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Heike Baranowsky, Elizabeth Ballet, Claude Sui-Bellois, Sunil Gupta, Jiri Kovanda, Brigitte Kowanz, Kirsten Krüger, Renée Levy, S. Ali Oreyzi, Sefa Saglam, Annakathrin Schreiber, Michaela Zimmer


„Skulpturale Ideen”

[12.09.- 24.10.1998]

Galerie Martina Detterer, Frankfurt/M.

Seit Anfang der 90er Jahre sind neue Ansätze in der Kunstszene zu beobachten, die eine spezifische Vermittlung von Kunst und Alltagswelt im Auge haben. In diesen Ansätzen treten künstlerische Strategien hervor, die eine neue Sicht auf Phänomene wie Dreidimensionalität und Räumlichkeit eröffnen. Da sich die in diesem Kontext angestellten Experiment unterschiedlichster Methoden und Medien bedienen, lassen sich in diesem künstlerischen Feld kaum durchgehende und übergreifende Charakteristika ausmachen. Dennoch bestehen zwischen den diversen Ansätzen zahlreiche Überschneidungen, die es rechtfertigen, von Analogie und Verwandtschaften in den leitenden Motiven zu sprechen. Die Ausstellung „Skulpturale Ideen” versucht, eine dieser Verwandtschaften in den Blick zu rücken; sie versammelt künstlerische Arbeiten, die innerhalb der Gegenwartskunst das klassische Phänomen der ästhetischen Aura wiederzubeleben versuchen. Mit den hier gezeigten Arbeiten aus der aktuellen europäischen Kunst werden neue Sinn- und Denkhorizonte erschlossen.

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Mathilde ter Heijne, Ulrike Kessl, Tyyne Claudia Pollmann, Joëlle Tuerlinckx, Didier Trenet


„Gouachen aus den 80er und 90er Jahren”

[01.12.- 31.12.1997]

Ankara Devlet Resim ve Heykel Müzesi, Ankara

Die Emil Schumacher-Ausstellung im Staatlichen Museum für Malerei und Skulptur, Ankara, zeigt 33 groß formatige Papierarbeiten und Gouachen des Künstlers, die zwischen 1980 und 1991 entstanden sind. Es handelt sich zugleich um die erste Einzelausstellung eines deutschen Künstlers in der türkischen Hauptstadt. Ein Experiment, das Früchte tragen dürfte.

Eine Emil Schumacher-Ausstellung in der Türkei zu organisieren, lag lange Zeit in meinem Arbeitsprogramm. Im Laufe meines Studiums und meiner journalistischen Tätigkeit bin ich immer wieder seinem Werk begegnet. Meiner Meinung nach besitzt Emil Schumacher einen Januskopf, dessen Blick einerseits auf die nahe Vergangenheit gerichtet ist, d.h. auf die deutsche Kunst nach 1945 und andererseits in die Epoche des deutschen Informels verweist, an dessen Anfang Schumacher steht.

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Emil Schumacher


„Arbeiten Rundum Kunst und Kultur 1980-1996”

[21.05.- 03.08.1997]

Gutenberg Museum, Mainz

Die Ausstellung „Bülent Erkmen - Arbeiten Rundum Kunst u.Kultur 1980-1996” präsentiert erstmalig in Deutschland einen repräsentativen Querschnitt der letzten Werkphase des Künstlers. Das Werk Bülent Erkmens besitzt einen Januskopf, dessen Blick einerseits auf die nahe Vergangenheit gerichtet ist, d.h. auf die internationale Graphikkunst nach 1960 und andererseits in die Epoche der zeitgenössischen türkischen Graphik verweist, an deren Anfang Erkmen steht.
Bülent Erkmen hat während der letzten Jahre an einer Reihe von wichtigen Ausstellungen teilgenommen in Deutschland, West- und Osteuropa, genauso wie in den USA und in jüngerer Zeit auch in Lateinamerika. Erinnert sei an seine Teilnahme an Ausstellungen wie „das a und o des bauhauses” in Bremen und „Gefühlsecht” in Hamburg (beide 1996) und seine Beiträge zum 7. Typographie-Forum in Stuttgart (1990) und 1st Trnava Poster Triennale (1994).

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Bülent Erkmen


„Der Blick ist die Neige des Menschen”

[23.11.1996 - 20.01.1997]

Goethe Institut, Rotterdam

Die Ausstellung „Der Blick ist die Neige des Menschen” (Walter Benjamin) zeigt zwei Diaprojektor-Installation von Candida Höfer und 20 schwarzweiß-Fotoarbeiten von Mehmet Ünal.

Die in Köln lebende Fotgrafin Candida Höfer und der in Mainz lebende Fotograf Mehmet Ünal haben sich im Laufe ihrer Tätigkeiten mit in Deutschland lebenden türkischen Gastarbeitern beschäftigt. Höfer hat einen Zyklus von Fotografien angefertigt, der türkische Geschäfte in Deutschland (Metzger, Gemüseläden, Bäckereien, Cafés) und die gleichen Betriebe in der Türkei visuell vergleicht. Ünal fotografiert seit 20 Jahren seine Landsleute zu verschiedenen Anlässen in Deutschland. Er untersucht das tägliche Leben und hält die „Augenblicke” fest, in denen Ängste, Hoffnungen, Lebenslust der Fotografierten zum Ausdruck kommen.

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Candida Höfer
Mehmet Ünal


„Baski Retrospektifi”

[03.05.- 31.05.1995]

Ankara Devlet Resim ve Heykel Müzesi, Ankara

Sanart, a private association for the promotion of contemporary arts in Turkey, was organized second time a wide range of international events and a symposium which was took place in Ankara, under the title Art and Taboos. The fundamental aim of Sanart was the expansion and the upgrading of the institutions that enhance the familiarity and the substantial communication of the public with contemporary art. This year's focal art presentation, selected by the organizing committee, is decided to the Taboo. The exhibitions includes Jean Dubuffet Graphic Retrospective, Prometheus '82 (East German Art), Video Art.
The French artist Jean Dubuffet (1901-1985) was recently the subject of a major graphic retrospective at the State Painting and Sculpture Museum in Ankara. This exhibition is the latest in a series which has included, since 1993, Cobra, Adolf Wöflli by Sanart in an attempt to cataloque and establishes a chronology for contemporary art. The retrospective shows graphics from 1945 until 1985 from the collection of Jean Dubuffet Fondation Paris.

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Jean Dubuffet